WIE BRIEFE ICH DIE WERBEFILMPRODUKTION, DAS POSTPRODUKTIONSHAUS?

Den Kern eines Briefings bilden im wesentlichen 2 Dinge:
1. Das Script/Treatment/Storyboard/Mood bzw. das Shooting Board, Directors Interpretation und PPM Report (für die Postproduction)
2. das Timing.

Auch eine Budgetgrößenordnung ist hilfreich. Sie sorgt dafür, dass die Produktion präzise Regievorschläge machen und die optimlaen Rahmenbedingungen für das Projekt aufstellen kann. Noch dazu spart das Zeit und garantiert effizientes Vorgehen sowohl für die Agentur/Kunden als auch für die Produktionen.

Das Script (o.ä.) sollte die letzte Fassung und vom Kunden, und ggf. vom Juristen, freigegeben sein, daher holt man es sich am besten bei der Kundenberatung, ebenso den Termin der ersten Ausstrahlung (air date) des geplanten Commercials, da dieser Termin die Basis des zu erstellenden Timings darstellt.

Vom air date rechnet man zurück, sinnvollerweise in Wochen- und nicht in Tagesschritten.
Wenn man das getan hat, weiss man meistens, dass man mit der Regiesuche eigentlich schon vor drei Wochen hätte anfangen müssen und das morgen PPM sein müsste. Da das etwas unrealistisch ist, weil man da nichts zu besprechen hätte, versucht man das Timing soweit als möglich an die Realität anzupassen. Wenig sinnvoll ist es in diesem Zusammenhang, die Wochenschritte zugunsten der Tagesschritte aufzugeben, da sich das erfahrungsgemäss sehr schnell rächen und zu Chaos führen wird. Ein Referenz-Timing befindet sich, neben anderen Informationen, in unserem downloadcenter.

Die Kreation sollte ein Casting-Briefing erstellen, bei dem sämtliche wichtigen Protagonisten dezidiert beschrieben werden. Ebenso sollte die Kreation ein Location-Briefing erstellen, das der Produktion eine Vorstellung der zu suchenden Location und/oder des zu bauenden Sets vermittelt.
Besonderheiten, die das Produkt betreffen, sei es die Zubereitung, die Anzahl der zu drehenden Packungen etc. gehören ebenfalls in das Briefing. Der Nutzungsrahmen (z.B. TV + Internet), die Nutzungsbreite (z. B.: nur Deutschland + Holland), wie auch der Nutzungszeitraum (1 Jahr/2 Jahre) gehören, da ein wichtiger Kostenfaktor, ebenfalls unbedingt mit dazu. Wichtig ist auch spezielle Anforderungen (cutdowns/Varianten/weitere Fassungen) und deren geplante Nutzungen mit aufzugeben(z. B.: Ländervariante Liechtenstein: andere Produktausstattung. Das kann z. B. bedeuten, dass sämtliche Szenen mit Produkt und Darsteller zweimal zu drehen sind.)

Um für die kalkulierenden Produktionen gleiche Voraussetzungen zu schaffen, bekommen sie sinnvollerweise identische Kalkulationsaufforderungen, die sich lediglich in den Punkten Firmenname/Anrede und Regiewunsch unterscheiden.

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